Denken wir nach. Oder lassen wir’s trotzdem. Denn unser Denkvermögen würde nicht ausreichen um alle Gründe weshalb wir leben, weshalb es sich lohnt zu leben, aufzuzählen. Dies soll kein normaler Post werden. Ich will nicht philosophieren. Nun ja, vielleicht ein bisschen. Ich will auch keine Exel-Tabelle posten, in der wir uns Gründe zum leben aussuchen können. Ich will nur eins; zeigen, dass es sie gibt,die Gründe!

Der Falter – Isabel Tuengerthal

Wenn der Falter fliegt,
Denkt er dann,
Sobald das Licht ihn trifft,
An Untergang?
Oder fühlt er nur neuen Lebensmut?
Durchs Licht
Die Liebe
Und stürzt sich freudig in die Glut? Wenn der Falter glüht,
Ist er dann
Seinem Traum ganz nah
Oder ist ihm bang?
Verflucht er seine Leidenschaft
Und stemmt die Flügel gegens Licht
mit allerletzter Kraft?

Wenn der Falter stirbt,
Fühlt er dann
Seines Herzen

Und weiß er dann
Daß dieses Licht ihn mit Unendlichkeit belohnt,
Daß mit dem Licht sich sein ganzes Leben gelohnt?

Ein Gedicht. Ein Gedicht von vielen. Aber kein doch kein „normales“. Wunderbar, berührend, Tränen. Mir fehlen die Worte. Ich bin berührt und verwirrt. Ich sehe klar und trotzdem fern. Ich wage es, zu interpretieren.

Wir sind sehr verschieden. Alle sind wir anders,  ja keinen gibt’s zweimal. Und doch bewegen wir alle auf das gleiche Ziel zu; den TOD. Manche freuen sich, manche haben Angst. Vor Ungewissheit, vom Ende. Wirklich ein Ziel? Oder nur ein „Etappenziel“? Wird es nach dem Tod weitergehen? Ich kann und will diese Frage nicht beantworten, sonst würden sich die Kommentare reihen. Vielleicht ist der Tod von Liebe erfüllt, vielleicht bemerken wir nichts. Was wäre wenn nun plötzlich alles fertig wäre? Als hätte es uns nie gegeben. Diesen Gedanken finde ich komfus. Trotzdem inspiriert er immer wieder auf’s neue. Dieser Gedanken treibt mich an, nach einem, ja irgendeinem Sinn zum leben zu suchen. Wir sind uns zu wenig bewusst, in welcher Situation wir uns befinden. So schnell ist man beim Licht angelangt. Viel zu schnell. Hätte noch so vieles gewollt, doch die Zeit ist um. Ich will nun auffordern, denken Sie über das Leben nach! Nehmen Sie nicht einfach die Welt so, wie sie ist. Bewegen Sie, fühlen Sie, leben Sie! Auch wenn nur für sich selbst. Bitte.

Poem Schmerberg – Der Falter

 

Quellen/Links

Video: Poem von Ralf Schmerberg, Gedicht: Isabel Tuengerthal

Poem – Der Film: http://www.poem-derfilm.de/